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VEREINS-NACHRICHTEN
vom 17.08.2014 um 17:01
Autor:  Martin Bacher
Alter: 7 Jahr(e)
Bericht zur Kirta 2014

Edling – Stolz trug der siebenjährige Lorenz Gottwald das neue Vereinstaferl vorne weg: Eins der schönsten Feste im Altlandkreis ist zwei Tage lang jedes Jahr das Fest des Kirtaverein Edling. Traditionell nach ganz altem Brauch. Jedes Alter ist vertreten – vom Kleinstkind bis hin zum Senior „um de 90″ sind die Bürger zum Feiern beinand. Bei hochsommerlichen Temperaturen rund um den festlich aufgeputzten Zenznstadl kamen am Sonntag sehr viele Besucher.

Erstmals gab „seit 45 Jahr moi wieda in Edling”, wia so manch älterer Besucher bestätigte – einen festlich geschmückten Tanzboden im Freien.

Viel gibt es zu Organisieren für zwei Festtage hintereinander – und das in der Urlaubszeit: Die Vorstandschaft des Kirtavereins freute sich, dass auch diesmal wieder so viele Mitglieder gemeinsam fleißig anpackten, um die Traditions-Veranstaltung zum Edlinger Kirta zu stemmen.

Der Kirtasamstag
Beim großen Weinfest und Kirtatanz am Kirtasamstag im schönen Zenzn-Stadl war die Stimmung mit der Band „Huraxdax” jedenfalls schon mal bestens.  Guter Wein vom Klein Walter aus Roßhart, gutes Essen und der dazugehörige Barbetrieb taten ihr übriges dazu. Und einen besonders glücklichen Gewinner gab’s gegen Mitternacht bei der Verlosung des Edlinger Kirtavereins. Fußballer Georg Krasikow gewann ein tolles Wochenende für Zwei in Bamberg.

Der Festsonntag
Den feierlichen Gottesdienst zu Ehren von Edlings Pfarrkirche St. Cyriakus zelebrierte Pfarrer Hippolyte Ibalayam, der nicht nur die Kinder um den Altar versammelte, sondern als besondere Geste die Wandlung in seiner Heimatsprache sang. Musikalisch wunderbar umrahmt wurde die heilige Messe vom Chor Cyriacen. Die Lesung und die Fürbitten übernahm dieses mal der Kirtaverein.

Anschließend führte der lange Festzug mit zahlreichen Fahnenabordnungen traditionell – und bei überraschend bestem Wetter – zum Zenzn-Stadl. Viele kulinarische Genüsse warteten bereits – und zwar sozusagen aufdeckt für alle im Freien, dem Zenzn-Garten mit dem neuen Tanzboden im Mittelpunkt.

Vom Steckerlfisch über Würstl-Spezialitäten bis hin zum Brathendl war die Auswahl groß. Nicht zu vergessen Kaffee und Kuchen sowie Bio-Eis.

Erstmals gab’s ein eigenes Backhäusl für Original-Kirta-Nudeln – stets dicht umlagert! Am Abend vorher beim Weinfest war des no die Schnapsbar.

Im lauschigen Baumschatten machten es sich sehr viele gemütlich und die kräftig-gelben Sonnenschirme vom Bier-Lieferanten, der Brauerei Gut Forsting, waren – nebst Gerstensaft natürlich – sehr gefragt. Katja Lichtenauer schminkte die Kinder, was die Farben hergaben und de kloa Blasmusi verstand es einmal mehr, einen traditionellen musikalischen Rahmen den Besuchern zu bieten.

Eine große alte Kirta-Hutschn war der Renner beim Nachwuchs, die Böllerschützen schossen ihr Salut, die Goaßlschnalzer traten auf. Junge Burschen und Madln – sowie auch scho a bissal Ältere vom Wasserburger Trachtenverein – zeigten schneidig Schuaplattln und Dirndldrahn.

Großes Lob gab’s von allen Seiten für gelebtes bayerisches Brauchtum des Edlinger Kirtavereins.

Bis spät in den Anbend is gfeiert worn. Dass am End da Edlinger Kirta a no bei dann einsetzendem Regen erstmals feierlichst begraben worden is – wos soi ma sogn – des is dann a eigene Gschicht. Auf alle Fälle werd da Kirta nächstes Jahr an selbiger Stelle wieder ausgrom. Des is sicher!

Der Kirtaverein Edling e.V bedankt sich besonders herzlich bei allen Helfern, die an diesen Tagen bei Aufbau, Fest, Abbau usw. mitgeholfen und so maßgeblich dazu beigetragen haben, das wir wieder so einen pfundigen Kirta feiern konnten.

Natürlich auch bei allen Gästen und Gönnern, die zwei Tage mit uns feiern konnten und sehr zahlreich erschienen sind, möchten wir uns recht herzlich bedanken und hoffen, auch nächstes Jahr wieder viele Gäste begrüßen zu dürfen.
 
Die Vorstandschaft

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Text und Bild: Renate Drax


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